24.04.2026

Stand der Bauarbeiten an der Isarbrücke Landau

Die Isarbrücke in Landau an der Isar ist das Wahrzeichen der Stadt, nicht nur wegen ihrer historischen Konstruktion. Ihre Bedeutung für die Verkehrsteilnehmer ist aktuell deutlich spürbar, denn seit einem Jahr teilt die teilweise Sperrung die Stadt in zwei Hälften. Dass das eine Herausforderung für die Bürgerinnen und Bürger sein wird, war dem Staatlichen Bauamt Landshut schon vor Beginn der Generalsanierung klar, weshalb eine zügige Bauabwicklung von Anfang an oberste Priorität hatte. Das Staatliche Bauamt beantwortet nachstehend einige zentrale Fragen zum Stand der Bauarbeiten.

Wieso wurden die zusätzlichen Schäden erst während der Bauarbeiten entdeckt?

Bei solchen Sanierungen ist ein unerwarteter Zusatzaufwand immer wieder möglich. Bei der Freilegung einzelner Brückenbauteile stellte sich jedoch heraus, dass die Schäden an den Stahlelementen deutlich umfangreicher waren als zuvor erkennbar. Sie lagen verborgen und waren ohne vorherige Schwächung der Tragwerksstruktur von außen nicht sichtbar. Rückblickend hat sich gezeigt, dass die vor über 30 Jahren bei der damaligen Nachrüstung der Geh- und Radwege gewählte Bauweise an unzugänglichen Stellen Korrosion begünstigte. Umso wichtiger, dass diese Schäden jetzt behoben werden.                                                                      

Wieso wirken sich die zusätzlichen Schäden so sehr auf den Bauverlauf aus?

Tatsächlich nehmen die zusätzlichen Arbeiten und deren Vorbereitung und die Herstellung neuer Stahlbauteile im Werk mehr Zeit in Anspruch, als abzusehen war. Ein Übriges bewirkte der relativ strenge Winter mit dauerhaft niedrigen Temperaturen, der trotz vieler Bemühungen das Arbeiten vor Ort nur eingeschränkt zuließ. Insbesondere beim Korrosionsschutz ist es unerlässlich, bestimmte Mindesttemperaturen einzuhalten, damit dieser fachlich korrekt und damit dauerhaft wirksam aufgebracht werden kann. Gleichwohl erfolgte in dieser Zeit die Fertigung von Bauteilen im Stahlwerk. Die neuen Bleche und Bauteile sind sehr aufwendig vorzubereiten, zu beschichten und einzubauen.

Welche Umstände führen darüber hinaus zu Verzögerungen im Zeitplan?

Der mit der Baufirma Strabag vereinbarte Bauzeitenplan war von Anfang an sehr ambitioniert, um die Teilung so kurz wie möglich zu halten. Das Staatliche Bauamt steht im regelmäßigen Austausch mit der Stadt. Alle Beteiligten haben darauf geachtet, Einschränkungen so gering wie möglich zu halten, kurze und komfortable Umleitungen bereitzustellen und den Fußgängerverkehr so lange wie möglich über die Brücke zu führen. Erst nach dem Volksfest wurde die Brücke für den Fußgängerverkehr gesperrt. Auf Wunsch der Stadt wurde zum ursprünglich geplanten Fertigstellungstermin der östliche Gehweg pünktlich zu Beginn des Christkindlmarktes wieder dauerhaft geöffnet. Wie sich herausstellt, beeinflusst jedoch die dauerhafte Öffnung den Bauverlauf erheblich, denn dadurch ist ein paralleles Arbeiten auf beiden Seiten nicht mehr wie anfangs geplant möglich.

Zu betonen ist jedoch, dass es durch nachdrückliche Forderung des Staatlichen Bauamts gelungen ist, Kapazitätsengpässe der Baufirma, die eine weitere Verzögerung von fünf Monaten bedeutet hätten, frühzeitig auszuräumen.

Warum entstand der Eindruck, auf der Baustelle werde oft nicht oder nur mit wenig Personal gearbeitet?

Selbst wenn der Eindruck entstanden sein sollte, es werde nicht gearbeitet, stand das Projekt nicht still. Natürlich waren auch viele Arbeiten, die in der Einhausung und unter der Brücke stattfanden für die Bürgerinnen und Bürger nicht einsehbar.

2026 oder 2027, wann wird die Isarbrücke fertig?

Nach konstruktiven Abstimmungen zur weiteren Abwicklung des Projektes steht nun fest, dass zum Jahresende 2026 die vollständige Nutzung der Brücke wieder möglich sein wird. Darüber sind sowohl die Stadt als auch der Landkreis informiert.

Angebot zum Baustelleneinblick:

Das Staatliche Bauamt Landshut lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einem Blick hinter die Kulissen der Baustelle ein. Dieser „Baustelleneinblick“ findet am 21. Mai von 17 bis 19 Uhr statt, Treffpunkt ist auf der nördlichen Brückenseite.

Denn eines darf nicht aus dem Blick geraten: Die Isarbrücke Landau an der Isar ist und bleibt gerade nach Fertigstellung der Arbeiten ein ganz besonderes Bauwerk. Und zwar auch im bautechnischen Sinn.

 Aktueller Blick auf die Baustelle an der Isarbrücke. Foto: Staatliches Bauamt Landshut
Aktueller Blick auf die Baustelle an der Isarbrücke. Foto: Staatliches Bauamt Landshut © Staatliches Bauamt Landshut