Neubau Staatsarchiv Landshut

Bauvorhaben
Der Freistaat Bayern, vertreten durch das Staatliche Bauamt Landshut, errichtet in Landshut einen Neubau für das Staatsarchiv Landshut. Bisher war das Staatsarchiv in der Burg Trausnitz untergebracht, wo jedoch große Raumnot herrschte, sowie die klimatischen Bedingungen zur Unterbringung von empfindlichem Archivgut nicht dem heutigen Stand der Technik entsprachen.

Nach dem Bayerischen Archivgesetz haben die Staatlichen Archive die Aufgabe, das Archivgut zu erfassen und auf Dauer zu verwahren. Die Bestände des Staatsarchivs werden Archivalieneinheiten im Umfang von über 50.000 laufendem Meter umfassen, darunter fallen Urkunden, Notariatsurkunden, Amtsbücher und Akten sowie Karten und Pläne. Die modernen Bestände werden durch Abgaben von Behörden, Gerichten, Notariaten und sonstigen öffentlichen Stellen des Freistaates Bayern im Zuständigkeitsbereich fortlaufend ergänzt. Das Staatsarchiv steht allen Bürgern offen, viele der Unterlagen sind einsehbar.

Städtebauliche Situation
Der Neubau des Staatsarchivs Landshut schließt eine städtebauliche Lücke im Stadtviertel Nikola einen Kilometer nordwestlich der Altstadt in Landshut. Vor dem Neubau des Staatsarchivs, zur Schlachthofstraße, ergibt sich eine platzförmige Ausweitung des Straßenraumes, auf den sich das Gebäude mit seiner öffentlichen Hauptzugangssituation orientiert. Das Grundstück wurde bis Sept. 2010 als Kleingartenanlage genutzt.

Gebäude
Der Neubau des Staatsarchivs bildet mit seiner markanten Sichtziegelfassade ein architektonisch ansprechendes zentrales Bauwerk im Stadtteil. Das geplante Gebäude greift die städtebaulichen Thematik des Quartiers, Randbebauung und Höhenlagen, auf und führt die Straßenrandbebauung mit einem L-förmigen Baukörper fort. Die Eingangshalle mit dem Ausstellungsbereich liegt nach Osten zur Schlachthofstraße und nimmt mit ihrem Foyer Bezug auf die davor liegende Platzsituation.

Zeitlicher Ablauf des Bauvorhabens

_Baubeginn Oktober 2011
_Geplante Fertigstellung Rohbau November 2012
_Geplante Fertigstellung Außenanlagen September 2014
_Geplante Fertigstellung Gebäude Dezember 2014

Wettbewerb Kunst am Bau
Um die Kunst für den Neubau einzuholen, wird ein einstufiger, begrenzt offener Wettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren durchgeführt. Vorrausichtlich Juli 2012 werden die Entwürfe der Künstler der Öffentlichkeit präsentiert. Für die Umset-zung des künstlerischen Gesamtkonzepts sind zwei mögliche Bereiche, der Vorplatz des Gebäudes als auch die Gestaltung einer von Außen durch eine vollflächige Verglasung einsehbare Abfolge von Innenwänden, vorgesehen.











Bauherr: Bayer. Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst
Planung: Hierl Architekten
Landschaftsarchitekt: Mahl-Gebhard-Konzepte
Stand der Maßnahme: im Bau