Neubau Besucherzentrum an der Befreiungshalle Kelheim



Bauherr: Bayerisches Staatsminis-terium der Finanzen
Planung: Fabi + Krakau, Architekten, Regensburg
Gesamtkosten: 2,28 Mio.€
Stand der Maßnahme: Einweihung April 2004



Der Bau der Befreiungshalle auf dem Michelsberg bei Kelheim, einem felsigen Höhenrücken über den Tälern von Altmühl und Donau, wurde 1842 durch Friedrich von Gärtner begonnen. Nach dessen Tod führte Leo von Klenze ab 1847 den Bau nach eigenen Plänen weiter und vollendete ihn im Jahre 1863. Die Befreiungshalle ist eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Bayerns. Um den Besuchern einen größtmöglichen Service rund um den Monumentalbau bieten zu können, hat man sich entschlossen, ein neues Gebäude in der Nähe der Befreiungshalle zu errichten. Die Unterbringung der notwendigen Einrichtungen in der Befreiungshalle selbst, war aus denkmalpflegerischen Gründen nicht möglich. Der Neubau durfte in keinem Fall mit dem klassizistischen Bau der Befreiungshalle in Konkurrenz treten. So wurde er in gebührendem Abstand zum Monumentalbau im Bereich des Parkplatzes und nahe dem bereits bestehenden Verwaltergebäude errichtet. Sein kurviger Grundriss resultiert aus der geschwungenen Hangkante zum Donautal, an die er sich anlehnt. Das massive Untergeschoss ist hangseitig berankt und trägt die leichte und transparente Konstruktion des Erdgeschosses, in dem sich Museumsladen, Informations- und Ausstellungsbereiche sowie ein kleines Restaurant mit Freisitz befinden. Von hier können die Besucher den einmaligen Blick auf die Befreiungshalle genießen, im Winter durch die Bäume hindurch sogar bis ins Donautal schauen.